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  • DER PSALTER
  • Ps 106

Gottes Gnade und Israels Undank

1061Halleluja!

Danket dem HERRN; denn er ist freundlich,

und seine Güte währet ewiglich.

2Wer kann die großen Taten des HERRN alle erzählen

und sein Lob genug verkündigen?

3Wohl denen, die das Gebot halten

und tun immerdar recht!

4HERR, gedenke meiner nach der Gnade,

die du deinem Volk verheißen hast;

erweise an uns deine Hilfe,

5dass wir sehen das Heil deiner Auserwählten

und uns freuen, dass es deinem Volke so gut geht,

und uns rühmen mit denen, die dein Eigen sind.

6Wir haben gesündigt samt unsern Vätern,

wir haben unrecht getan und sind gottlos gewesen.

7Unsre Väter in Ägypten

wollten deine Wunder nicht verstehen.

Sie gedachten nicht an deine große Güte

und waren ungehorsam am Meer, am Schilfmeer.

8Er aber half ihnen um seines Namens willen,

dass er seine Macht beweise.

9Er schalt das Schilfmeer, da wurde es trocken,

und führte sie durch die Tiefen wie durch trockenes Land

10und half ihnen aus der Hand dessen, der sie hasste,

und erlöste sie von der Hand des Feindes.

11Und die Wasser ersäuften ihre Widersacher,

dass nicht einer übrig blieb.

12Da glaubten sie an seine Worte

und sangen sein Lob.

13Aber sie vergaßen bald seine Werke,

sie warteten nicht auf seinen Rat.

14Und sie wurden lüstern in der Wüste

und versuchten Gott in der Einöde.

15Er aber gab ihnen, was sie erbaten,

und sandte ihnen genug, bis ihnen davor ekelte.

16Und sie empörten sich wider Mose im Lager,

wider Aaron, den Heiligen des HERRN.

17Die Erde tat sich auf und verschlang Datan

und deckte zu die Rotte Abirams,

18und Feuer wurde unter ihrer Rotte angezündet,

die Flamme verbrannte die Gottlosen.

19Sie machten ein Kalb am Horeb

und beteten das gegossene Bild an

20und verwandelten die Herrlichkeit ihres Gottes

in das Bild eines Ochsen, der Gras frisst.

21Sie vergaßen Gott, ihren Heiland,

der so große Dinge in Ägypten getan hatte,

22Wunder im Lande Hams

und schreckliche Taten am Schilfmeer.

23Und er gedachte, sie zu vertilgen,

wäre nicht Mose gewesen, sein Auserwählter;

der trat vor ihm in die Bresche,

seinen Grimm abzuwenden, dass er sie nicht verderbe.

24Und sie achteten das köstliche Land gering;

sie glaubten seinem Worte nicht

25und murrten in ihren Zelten;

sie gehorchten der Stimme des HERRN nicht.

26Da erhob er seine Hand wider sie,

dass er sie niederschlüge in der Wüste

27und würfe ihre Nachkommen unter die Heiden

und zerstreute sie in die Länder.

28Und sie hängten sich an den Baal-Peor

und aßen von den Opfern für die Toten

29und erzürnten den Herrn mit ihrem Tun.

Da brach die Plage herein über sie.

30Da trat Pinhas hinzu und vollzog das Gericht;

da wurde der Plage gewehrt;

31das wurde ihm gerechnet zur Gerechtigkeit

von Geschlecht zu Geschlecht ewiglich.

32Und sie erzürnten den Herrn am Haderwasser,

und Mose ging es übel um ihretwillen;

33denn sie erbitterten sein Herz,

dass ihm unbedachte Worte entfuhren.

34Auch vertilgten sie die Völker nicht,

wie ihnen der HERR doch geboten hatte,

35sondern sie ließen sich ein mit den Heiden

und lernten ihre Werke

36und dienten ihren Götzen;

die wurden ihnen zum Fallstrick.

37Und sie opferten ihre Söhne

und ihre Töchter den bösen Geistern

38und vergossen unschuldig Blut,

das Blut ihrer Söhne und Töchter,

die sie opferten den Götzen Kanaans,

sodass das Land mit Blutschuld befleckt war.

39Sie machten sich unrein mit ihren Werken

und wurden abtrünnig durch ihr Tun.

40Da entbrannte der Zorn des HERRN über sein Volk,

und sein Erbe wurde ihm zum Abscheu.

41Er gab sie in die Hand der Heiden,

dass über sie herrschten, die ihnen gram waren.

42Und ihre Feinde ängsteten sie,

und sie wurden gedemütigt unter ihre Hand.

43Er rettete sie oftmals; /

aber sie erzürnten ihn mit ihrem Vorhaben

und schwanden dahin um ihrer Missetat willen.

44Da sah er ihre Not an,

als er ihre Klage hörte,

45und gedachte an seinen Bund mit ihnen,

und es reute ihn nach seiner großen Güte.

46Und er ließ sie Barmherzigkeit finden

bei allen, die sie gefangen hielten.

47Hilf uns, HERR, unser Gott,

und bring uns zusammen aus den Heiden,

dass wir preisen deinen heiligen Namen

und uns rühmen, dass wir dich loben können!

48Gelobt sei der HERR, der Gott Israels,

von Ewigkeit zu Ewigkeit,

und alles Volk spreche: Amen!

Halleluja!