academic-bible.com - The Scholarly Bible Portal of the German Bible Society.
Buy an edition of the Luther Bible
  • Share on Facebook
  • Twitter verse
  • DAS ERSTE BUCH DER MAKKABÄER
  • 1.Makk 14

Demetrius II. Nikator gerät in Medien in Gefangenschaft

141Im 172. JahrA rüstete sich König Demetrius und zog nach Medien, um Hilfe zum Kampf gegen Tryphon zu holen.

141/140 v.Chr.

2Als aber Arsakes, der König von Persien und Medien,B hörte, dass Demetrius in sein Königreich eingefallen war, ließ er einen seiner Hauptleute gegen ihn ziehen und befahl ihm, ihn gefangen zu nehmen und lebendig zu ihm zu bringen.

Gemeint ist der Partherkönig Mithridates, der Persien und Medien kürzlich besetzt hatte. Weil diese Länder bis dahin zum Seleuzidenreich gerechnet wurden, fühlte sich Demetrius noch berechtigt, in diesem Gebiet Truppen auszuheben.

3Dieser Hauptmann zog hin, schlug das Heer des Demetrius, nahm ihn gefangen und brachte ihn seinem König Arsakes. Da hielt ihn Arsakes gefangen und ließ ihn bewachen.

Simon regiert in Frieden

4Da kam das Land Juda zur Ruhe und es blieb Friede, solange Simon lebte. Und Simon regierte sehr gut und tat dem Lande viel Gutes, sodass sie ihn gern zum Herrn hatten sein Leben lang.

5Zu dem, was er sonst Rühmliches tat, machte er die Stadt Joppe zum Hafen und schuf eine Zufahrt für die Schiffe nach den Inseln des Meeres.

6Und er erwarb seinem Volk mehr Land und erweiterte seine Grenzen und befreite und holte viele zusammen, die vorher unterdrückt und gefangen waren.

7Er besetzte Geser und Bet-Zur und die Burg von Jerusalem und reinigte sie; und niemand wagte sich ihm zu widersetzen.

8Jeder bebaute sein Feld in Frieden; und das Land gab sein Gewächs, und die Bäume auf dem Felde brachten ihre Früchte.

9Die Ältesten saßen im Rat und hielten auf gute Ordnung, und die jungen Männer gingen im Schmuck ihrer Kriegsrüstung einher.

10Simon beschaffte auch für die Städte Vorrat von Korn und rüstete sie mit Bollwerken aus, und er war berühmt in aller Welt.

11Er hielt den Frieden im Lande aufrecht, sodass lauter Freude in Israel herrschte.

12Und jeder saß unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und niemand brauchte sich zu fürchten, denn niemand auf Erden wagte sie anzugreifen.

13Und die Könige von Syrien konnten ihnen zu der Zeit keinen Schaden mehr antun.

14Und er sprach Recht im Land und schützte alle Armen unter seinem Volk gegen Gewalt und bestrafte alles Unrecht und vernichtete die Gottlosen.

15Dem Heiligtum gab er neuen Glanz und ließ noch mehr heilige Geräte anfertigen.

Simon bekräftigt die Verträge mit Rom und Sparta

16Und als man in Rom und in Sparta hörte, wie Jonatan umgekommen war, waren alle tief betrübt.

17Als aber die Römer hörten, dass sein Bruder Simon an seiner Stelle Hoherpriester geworden war und über das Land und seine Städte herrschte und die Feinde verjagt hatte,

18erneuerten sie die Freundschaft und das Bündnis, das sie früher mit seinen Brüdern Judas und Jonatan geschlossen hatten, und schrieben das auf eherne Tafeln und schickten sie ihm.

19Diese Schrift las man in Jerusalem dem Volk vor.

20Auch die Spartaner schrieben an Simon: Der Rat und die Bürger von Sparta entbieten dem Hohenpriester Simon und den Ältesten und den Priestern und dem übrigen jüdischen Volk, ihren Brüdern, ihren Gruß.

21Eure Boten sind zu uns gekommen und haben uns berichtet, dass ihr eure Feinde ehrenvoll überwunden habt und nun in Frieden lebt; das ist uns eine große Freude.

22Wir haben auch in unser öffentliches Stadtbuch schreiben lassen, was sie gesagt haben: Die Boten der Juden, Numenius, der Sohn des Antiochus, und Antipater, der Sohn Jasons, sind zu uns gekommen, um die Freundschaft zwischen den Juden und uns zu erneuern.

23Und wir haben beschlossen, dass man diese Boten mit Ehren empfangen und ihre Rede in unser Stadtbuch schreiben lassen sollte dem Volk der Spartaner zum Gedächtnis. Die Abschrift davon schicken wir dem Hohenpriester Simon.

24Darauf sandte Simon den Numenius wieder nach Rom, um einen großen goldenen Schild dorthin zu bringen, tausend Pfund schwer, und das Bündnis mit ihnen zu erneuern.

Die Juden danken Simon und übertragen ihm das Hohepriesteramt und das Fürstentum

25Als nun das Volk davon hörte, sagte es: Wie können wir Simon und seinen Söhnen Dank erweisen?

26Denn er und seine Brüder haben sich tapfer gehalten und Israels Feinde vertrieben und ihm die Freiheit verschafft.

Und das alles ließen sie auf eherne Tafeln schreiben, damit man sie an den Pfeilern auf dem Berge Zion anbrachte.

27Und die Schrift lautete: Am achtzehnten Tag des Monats Elul im 172. Jahr,A im dritten Jahr des großen Hohenpriesters Simon,

September 141 v.Chr.

28des Fürsten des Volkes Gottes, ist in der großen Versammlung der Priester und des Volks und der Oberen des Volks und der Ältesten aus dem ganzen Lande Juda jedem kund und offenbar gemacht worden: In den großen, schweren Kriegen, die in unserm Lande gewesen sind,

29haben Simon, der Sohn des Mattatias, aus dem Geschlecht Jojaribs, und seine Brüder ihr Leben gewagt und den Feinden ihres Volks Widerstand geleistet, damit das Heiligtum und Gottes Gesetz nicht vernichtet würden, und haben ihrem Volk großen Ruhm erworben.

30Denn Jonatan brachte das Volk wieder zusammen und ergriff die Herrschaft und wurde Hoherpriester. Als er aber starb,

31da kamen die Feinde wieder und wollten das Land zugrunde richten und das Heiligtum verwüsten.

32Da setzte sich Simon zur Wehr und führte den Krieg für sein Volk und verschaffte den Kriegsleuten seines Volks Waffen und gab ihnen Sold von seinem eignen Geld und Gut;

33und er befestigte die Städte im Lande Juda und Bet-Zur an der Grenze Judäas, wo die Feinde vorher ihre Waffen und Kriegsrüstung verwahrt hatten, und legte Juden als Besatzung hinein.

34Er befestigte auch Joppe am Meer und Geser an den Grenzen von Aschdod; denn Geser war vorher eine Festung der Feinde gewesen; aber Simon eroberte es und legte Juden hinein, und was für ihren Unterhalt nötig war, gab er ihnen.

35Weil nun das Volk Simons große Treue erfahren hatte und wusste, welchen Ruhm er seinem Volk verschaffen wollte, wählten sie ihn zu ihrem Fürsten und Hohenpriester wegen all dieser Taten und seiner Frömmigkeit und der Treue, die er seinem Volk erwiesen hatte, und weil er auf jede Weise darum bemüht gewesen war, sein Volk zu erhöhen.

36Denn in seiner Zeit gab Gott Glück, dass durch seine Hand die Heiden aus unserm Lande vertrieben wurden, die sich auf der Burg von Jerusalem, der Stadt Davids, aufhielten, aus der sie Ausfälle unternahmen und alles rings um das Heiligtum unrein machten und den reinen Gottesdienst störten.

37Aber Simon eroberte die Burg und legte Juden hinein, um das Land und die Stadt zu schützen, und baute die Mauern Jerusalems noch weiter aus.

38Und König Demetrius bestätigte ihn im Hohepriesteramt

39und ernannte ihn zu seinem Freund und erwies ihm große Ehre.

40Denn er hatte gehört, dass die Römer die Juden Freunde, Bundesgenossen und Brüder genannt und Simons Boten mit Ehren aufgenommen hatten.

41Darum haben das jüdische Volk und ihre Priester eingewilligt, dass Simon für immer ihr Fürst und Hoherpriester sein sollte, so lange, bis ihnen Gott einen rechten Propheten erwecken würde;

42er sollte auch ihr Feldhauptmann sein, für das Heiligtum sorgen und Amtleute einsetzen über die öffentlichen Arbeiten, über das Land und alle Kriegsrüstungen und Festungen.

43Und alle sollten ihm gehorsam sein, und alle Erlasse sollten in seinem Namen ausgehen; und er sollte Purpur und Gold tragen dürfen.

44Das alles sollte treu und fest gehalten werden vom ganzen Volk und allen Priestern, und niemand dürfte sich dem widersetzen, was er geboten hatte. Es sollte auch niemand Macht haben, ohne seinen Willen das Volk im Lande zusammenzurufen oder Purpur und eine goldene Spange zu tragen, als er allein.

45Wer aber dagegen handeln oder sich unterstehen würde, diese Ordnung zu brechen, der machte sich schuldig.

46So gelobte das ganze Volk, Simon gehorsam zu sein.

47Und Simon willigte ein, dass er Hoherpriester und Feldhauptmann und Fürst der Juden mit ihren Priestern sein und alles regieren wollte.

48Und das Volk beschloss, dass man diese Entscheidung auf eherne Tafeln schreiben, diese sichtbar im Vorhof des Tempels anbringen

49und eine Abschrift in die Schatzkammer legen sollte, damit sie Simon und seine Nachkommen allezeit zu finden wüssten.