Alter (NT)

1. Einführung

Die Rede vom Alter im Sinne eines hohen Lebensalters bzw. einer Lebensphase des fortgeschrittenen Alters findet sich im Neuen Testament verhältnismäßig selten (Lk 1,7.18.36; Lk 2,36; Joh 3,4; Joh 21,18; Apg 21,16; Phlm 9; 1Tim 5,1f.9; Tit 2,2f). Anders als das → Alte Testament (Lev 19,32; Hi 32,6b-9; Ps 71,9; Ps 90,10; Ps 92,15f; Spr 20,29; Koh 11,8ff; Koh 12,1-7; Jes 65,20; Sir 6,34; Sir 3,12ff; Sir 25,3-6) und die antike Philosophie liefern die Texte des Neuen Testaments kaum explizite Reflektionen des Alter(n)s, der Alten oder des Alt-Seins als eigenständiges Thema (Reinmuth 2009b, 153). Diese fehlende Reflektion gilt im Neuen Testament in ähnlicher Weise für weitere Lebensalter resp. Altersstufen des menschlichen Lebens (Jugend, Erwachsenenalter). Eine Ausnahme bildet lediglich die → Kindheit und das Kind-Sein, das in unterschiedlichen Zusammenhängen thematisiert wird (u.a. Mt 18,2ff; Mt 19,13f; Mk 9,36f; Mk 10,13ff; Lk 9,47f; Lk 18,15ff; Röm 8,14ff; 1Kor 13,11; 2Kor 12,14; Eph 6,1; Kol 3,20f; Hebr 5,13).

Grundsätzlich schließt das Neue Testament in seiner Betrachtung des hohen Lebensalters an Alterskonzeptionen des Alten Testaments an sowie an Altersbilder der hellenistisch-römischen Antike. Hohes Alter gilt im Alten Testament als besondere Ehre und Würde (Lev 19,32) und im Sinne einer konnektiven Gerechtigkeit als Lohn eines toragetreuen Lebenswandels (Ex 20,12; Dtn 5,16; Spr 16,31). Alten wird aufgrund ihrer Lebenserfahrung Weisheit attribuiert (Hi 12,12; Sir 25,3-6), die sie zur Verkündigung befähigt (Ps 71,18; Ps 92,14ff; Sir 32,3) und von der die Jungen lernen soll (Sir 6,34ff). Alte waren ein geachteter und respektierter Teil der Sozialgesellschaft, zu deren Versorgung die jüngere Generation verpflichtet war (Ex 20,12; Dtn 5,16; Rut 4,15; Tob 14,13). Eine feste Grenze für den Eintritt in die Lebensphase des Alters gibt es alttestamentlich nicht. Eine Zäsur, die dennoch sowohl im Alten Testament als auch in seiner Umwelt den Eintritt in eine derartige Lebensphase markiert, ist das Alter von 60 Jahren (Lev 27,5.7; Papyrus Insinger 17,11; Sultantepe-Tafel 400).

2. Alter in der hellenistisch-römischen Antike

Auch Altersdiskurse der hellenistisch-römischen Umwelt sind für das Neue Testament zu beachten. Sie bilden eine Grundlage für das neutestamentliche Verständnis von Alter und Altern sowie für etwaige Abweichungen oder Transformationen bestehender Altersbilder, insofern diese im Neuen Testament vorgenommen werden.

Das Alter war in der hellenistisch-römischen Antike ein intensiv diskutiertes Thema. Zahlreiche antike Autoren (Homer, Solon, Thukydides, → Platon, → Aristoteles, → Horaz, Cicero, → Plutarch, → Ovid, Seneca) haben sich zum Alter und Altern geäußert, und teils wurden ganze Schriften περὶ γήρως (peri gērōs, „über das Alter“) verfasst (Musonius, Iuncus, Favorinus). In seinen Grundzügen weist der hellenistisch-römische Altersdiskurs einige Parallelen zu Altersbildern des Alten Testaments auf, gestaltet sich jedoch ausdifferenzierter und weitaus facettenreicher. Der gesellschaftliche Umgang mit Themen wie → Armut, Versorgung und Pflege alter Menschen konnte regional oder zeitlich bedingt variieren. Bewertungen des Alters reichen in der Literatur der hellenistisch-römischen Antike von gänzlich negativen Betrachtungen (z.B. Thukydides, Historiae 2.44.4) bis hin zur besonderen Hochschätzung des Alters (z.B. Seneca, Epistulae morales 12,4). Defizitorientierte Altersbilder, die den Verfall und Abbau körperlicher und geistiger Vitalität thematisieren, begegnen ebenso wie ressourcenorientierte Altersbilder, welche die besondere Weisheit und große Lebenserfahrung der Alten würdigen und ihnen eine Ehrenstellung zuschreiben. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Familie, Politik – man denke z.B. an den Ältestenrat in Sparta oder den römischen Senat – und Wissenschaft.

Fragen zur Lebenserwartung, zum Durchschnittsalter oder zum Anteil bestimmter Altersgruppen in der antiken Gesellschaft sind ähnlich wie für das Alte Israel auch für die hellenistisch-römische Umwelt notorisch schwierig zu beantworten. Daher lässt sich keine eindeutige Grenze für den Eintritt in die Lebensphase des Alters festlegen, wenngleich in der hellenistisch-römischen Antike das 60. Lebensjahr eine wichtige Zäsur darzustellen scheint (Neumann / Sigismund 2005, 59).

3. Alter im Neuen Testament

3.1. Terminologie

Das neutestamentliche Griechisch bedient sich zur Beschreibung des hohen Alters zumeist der Wurzeln γερ- / γηρ- (ger- / gēr-) und πρεσβ- (presb-) und deren Derivaten. Damit entspricht das Neue Testament der Terminologie der LXX. Begriffe des Wortstamms γερ- / γηρ- (ger- / gēr-), von dem sich auch der moderne Ausdruck Gerontologie zur Bezeichnung der Wissenschaft vom Alter(n) ableitet, begegnen im Neuen Testament fünfmal (Lk 1,36; Joh 3,4; Joh 21,18; Apg 5,21; Hebr 8,13). Sie beziehen sich mit Ausnahme von Apg 5,21 stets eindeutig auf ein hohes Alter.

Die Wurzel πρεσβ- (presb-) kommt im Neuen Testament insgesamt 77mal vor und kann ebenfalls das hohe Alter einer Person beschreiben (Lk 1,18; Apg 2,17; Phlm 9, Tit 2,2f). In seiner häufigsten Verwendungsform als substantivischer Komparativ beschreibt der Ausdruck πρεσβύτερος / oι (presbýteros / oi) jedoch entweder in Opposition zu νέος (néos, „neu / jung“) den Älteren in Abgrenzung zum Jüngeren (Lk 15,2; Joh 8,9; 1Tim 5,1f; 1Petr 5,5), die Vorfahren früherer Generation (Mt 15,2; Mk 7,3.5; Hebr 11,2) oder aber in den meisten Fällen die Träger eines „Amtes“ resp. deren Ehrenbezeichnung als „Älteste“. Während die Wurzel γερ- / γηρ- (ger- / gēr-) durchaus negative Konnotationen beinhalten kann, trägt das Wortfeld πρεσβ- (presb-) einen stärker positiven Charakter.

Des Weiteren kennt das Neue Testament den Begriff ἀρχαῖος (archaíos, „alt“), (Lk 9,8.19; Apg 21,16) bzw. ἀρχαίοi / ἀρχαίαi (archaíoi / archaía, „die Alten“) (Mt 5,21.33; 2Kor 5,17), womit wörtlich etwas Altes im Sinne von „ursprünglich“, „altehrwürdig“ gemeint ist. Von dieser positiven Semantik weicht der neutestamentliche Gebrauch nur bei Paulus (2Kor 5,17) ab. Im Neuen Testament begegnet der Begriff lediglich in Apg 21,16 zur Beschreibung des fortgeschrittenen Lebensalters. Darüber hinaus wird zur Bezeichnung des hohen Alters in Lk 1,7 und Lk 2,36 der aus Gen 18,11 entlehnte Ausdruck προβεβηκώς έν ταίς ἡμέραις (probebēkōs én taís ēmérais, „fortgeschritten in den Tagen“) verwendet. Eine weitere Begrifflichkeit des Griechischen, um das hohe Alter einer Person zu avisieren, ist der Begriff παλαιός (palaiós, „alt“). Er kommt im Neuen Testament insgesamt an 19 Stellen vor, wird aber nie auf Personen angewandt, sondern stets zur Bezeichnung von Gegenständen, Geschehnissen oder Sachverhalten gebraucht (Mt 9,16f; Mt 13,52; Mk 2,21f; Lk 5,36-39; Röm 6,6; 1Kor 5,7f; 2Kor 3,14; 2Kor 5,17; Eph 4,22; Kol 3,9; 1Joh 2,7; Hebr 8,13). Der Begriff παλαιός (palaiós) ist eher negativ konnotiert (mit Ausnahme 1Joh 2,7) und steht neutestamentlich zumeist in Opposition zu καινός (kainós, „neu“) oder seltener zu νέος (néos) und ist nahezu durchweg ein theologisch qualifizierter Terminus, der z.B. den alten Menschen im Gegenüber zum neuen Menschen (Kol 3,9) oder den alten Bund im Gegenüber zum neuen (Hebr 8,13) bezeichnet. Ein letzter Begriff, den das Neue Testament zur Beschreibung des Alters kennt, ist ἡλικία (hēlikía). Dieser kann entweder das Lebensalter, nicht zwingend das hohe Lebensalter, oder aber die Körpergröße einer Person bezeichnen. Im Neuen Testament wird er ausschließlich in Hebr 11,11f und eventuell in Mt 6,27 / Lk 12,55 in einer aufs Alter bezogenen Bedeutung gebraucht.

3.2. Altersangaben im Neuen Testament

Anders als im Alten Testament beziffert das Neue Testament nur sehr selten das konkrete Lebensalter einer Person. Die Angaben in Lk 2,42 („als er zwölf Jahre alt war“), Lk 3,23 („etwa dreißig Jahre alt“) und Joh 8,57 („du bist noch nicht fünfzig Jahre alt“) beziehen sich auf das Lebensalter Jesu (Klinkmann 2021). In Mk 5,42 / Lk 8,42 wird das Alter der Tochter des Jaïrus („das Mädchen war aber zwölf Jahre alt“) angegeben. In Apg 4,22 („denn der Mensch war über vierzig Jahre alt“) und Apg 7,23 („als er aber vierzig Jahre alt wurde“) wird zum einen das Alter des von → Petrus und Johannes Geheilten und zum andern das des Mose mit 40 Jahren angeben. Alleine die Altersangaben in Lk 2,37 (mit Blick auf Hanna: „eine Witwe von vierundachtzig Jahren“), in Röm 4,19 (bezogen auf Abraham: „fast hundertjährig“) und in 1Tim 5,9 (hinsichtlich des Mindestalters rechter Witwen: „keine unter sechzig Jahren“) beziffern ein fortgeschrittenes oder hohes Lebensalter.

3.3. Personen hohen Alters im Neuen Testament

3.3.1. Zacharias, Elisabeth, Simeon, Hanna (Lk 1,5-2,40)

Unter den neutestamentlichen Texten, die das Alter thematisieren, sticht die sog. lukanische Vorgeschichte (Lk 1-2) hervor. Mit Zacharias, Elisabeth, Simeon und Hanna werden dort gleich vier Erzählfiguren als besonders alt oder hochbetagt charakterisiert (Cramer 2021b).

→ Zacharias und Elisabeth werden als gerecht vor Gott und untadelig in ihrer toragemäßen Lebensführung beschrieben (Lk 1,6). In Anlehnung an Gen 18,11 wird über sie ausgesagt, dass beide hochbetagt, wörtl.: „fortgeschritten in ihren Tagen“ (Lk 1,7) sind. Die beiden haben keine Kinder, denn Elisabeth ist → unfruchtbar (Lk 1,7). Während das hohe Alter der beiden nach alttestamentlicher Tradition in positiver Korrelation mit ihrem Gesetzesgehorsam steht, steht die Kinderlosigkeit der beiden diesem diametral gegenüber (Lk 1,25). Das Priesterpaar wird durch seine Charakterisierung als hochbetagt und kinderlos in Analogie gesetzt zu mehreren alttestamentlichen Erzählfiguren (Gen 25,21; Gen 29,31; Ri 13,2; 1Sam 1,2), insbesondere zu → Abraham und → Sara (Gen 11,20; Gen 15,2f; Gen 16,1; Gen 18,11). Diese Parallelisierung der Akteure setzt sich in weiteren Elementen des Handlungsverlaufs von Lk 1 fort. Das hohe Alter von Zacharias und Elisabeth hat ebenso wie bei den Erzeltern Abraham und Sara u.a. die Funktion, das Wunder der aussichtslos erscheinenden Geburt eines Nachkommen zu unterstreichen. Mehrfach wird daher in der Erzählung von Lk 1 auf das hohe Alter der beiden als zentrales Hindernis für die Schwangerschaft Elisabeths hingewiesen (Lk 1,18; Lk 1,25; Lk 1,36).

Abb. 1 Simeon und Hanna im Tempel; Gemälde, Niederlande, Rembrandt van Rjn (1627), Hamburger Kunsthalle

Abb. 1 Simeon und Hanna im Tempel; Gemälde, Niederlande, Rembrandt van Rjn (1627), Hamburger Kunsthalle

Während von Zacharias, Elisabeth und Hanna explizit ausgesagt wird, dass sie alt und hochbetagt sind, finden sich mit Blick auf Simeon (Lk 2,25-35) nur implizite Hinweise auf ein fortgeschrittenes Lebensalter. Simeon wird beschrieben als „wartend auf den Trost Israels“ (Lk 2,25) und hat eine Verheißung empfangen, dass er den Tod nicht sehen solle, bevor er den Messias gesehen hat (Lk 2,26). In der Begegnung mit Jesus und seinen Eltern am Jerusalemer Tempel erfüllt sich diese Verheißung (Lk 2,27f), und Simeon stimmt einen Hymnus an (Lk 2,29-32), der als Nunc dimittis bzw. Canticum Simeonis eine vielfältige Rezeption in Liturgie, Musik und Kunst erfahren hat (Dremel 2021). In diesem dankt er Gott, dass dieser seinen Diener „in Frieden fahren lässt“ (Lk 2,29). Simeon darf also nun in Analogie zum alttestamentlichen Ideal „alt und lebenssatt / satt an Tagen“ sterben (vgl. Gen 15,15; Gen 25,8; Gen 35,29; Ri 8,32; 1Chr 23,1; 1Chr 29,28; 2Chr 24,15; Hi 42,17). Dies weist darauf hin, dass Simeon sich mutmaßlich in einem hohen Lebensalter befindet. Eine Parallele zu Simeon bietet in der hellenistischen Literatur die Erzählung davon wie Eurykleia, die Amme des Odysseus, in hohem Alter und nach langem Warten ihren Herrn noch einmal sehen darf, bevor sie stirbt (Homer, Odyssee 19,357-502).

Die Prophetin Hanna (Lk 2,36ff) wird mit einer ähnlichen Formulierung wie Zacharias und Elisabeth als hochbetagt beschrieben. Wörtlich wird von ihr ausgesagt, sie sei „fortgeschritten in vielen Tagen“ (Lk 2,36). Sie ist daher scheinbar noch älter als das Priesterpaar vorzustellen. Hanna wird des Weiteren beschrieben als „eine → Witwe von vierundachtzig Jahren“ (Lk 2,37). Hinter dieser Altersangabe, die ein für damalige Verhältnisse ungewöhnlich hohes Alter markiert, kann eventuell ein Zahlenspiel gesehen werden, welches sich auf die religiös symbolträchtigen Zahlen zwölf und sieben bezieht (12 x 7 = 84). Die Altersangabe von 84 wird verschiedentlich in Addition zu der Aussage gelesen, dass Hanna „sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt“ hat (Lk 2,36). Dies ergäbe für Hanna ein gegenwärtiges Lebensalter von 91 Jahren. Darüber hinaus wird gelegentlich spekuliert, ob diese Angabe nicht wiederum von einem in der damaligen Zeit gängigen Heiratsalter von ca. 14 Jahren zu rechnen sei (Elliott 1988). Hierdurch ließe sich für Hanna ein Lebensalter von insgesamt 105 Jahren errechnen, was neben ihrer Witwenschaft eine weitere auffällige Parallele zur Hauptprotagonistin der Judith-Erzählung brächte (Jdt 8,4ff; Jdt 16,22ff).

3.3.2. Paulus (Phlm 9)

Abb. 2 Paulus im Gefängnis; Gemälde, Niederlande, Rembrandt van Rjn (1627), Staatsgalerie Stuttgart

Abb. 2 Paulus im Gefängnis; Gemälde, Niederlande, Rembrandt van Rjn (1627), Staatsgalerie Stuttgart

In Phlm 9 schreibt → Paulus, dass er seine Bitten an Philemon als derjenige vorbringe, der er sei: Paulus, ein „Alter“ / „alter Mann“ (πρεσβύτης / presbýtēs) und ein Gefangener Christi Jesu. Das konkrete Alter des Paulus lässt sich aus dieser Notiz freilich nicht ableiten. Doch es kann gemutmaßt werden, dass er sich zur Zeit der Abfassung des Phlm scheinbar in einem fortgeschrittenen Lebensalter befunden hat (Kobel 2021). Es ist unklar, ob Paulus sein Alter in Phlm 9 zur Steigerung seiner Autorität gegenüber Philemon einsetzt. Dies ist möglich, jedoch nicht zwingend der Fall. Denn zum einen bleibt ebenfalls offen, ob Philemon überhaupt jünger oder älter als Paulus ist. Und zum anderen könnte die Intention des Paulus darin liegen, durch die Hinweise auf sein Alter und seine Gefangenschaft das Mitgefühl seiner Adressaten zu gewinnen. Weitere explizite Aussagen zum Alter des Paulus finden sich im Corpus Paulinum nicht. Einen impliziten Hinweis auf ein fortgeschrittenes Lebensalter des Apostels könnte höchstens Phil 1,20-26 liefern, wo Paulus sich mit Gedanken zu seinem eigenen, möglicherweise kurz bevorstehenden Tod auseinandersetzt (Kobel 2021). Darüber hinaus wird in den pseudepigraphen Pastoralbriefen der Eindruck erweckt, dass Paulus diese als älterer Mann verfasst (1Tim 1,2.18; 2Tim 1,2; 2Tim 2,1; 2Tim 4,6ff).

3.3.3. Weitere Textstellen (Joh 3,4; Joh 21,18; Apg 2,17; Apg 21,16)

Abb. 3 Christus unterweist Nikodemus; Gemälde, Niederlande, Crijn Hendricksz Volmariijn (ca. zwischen 1628-1645), Fotografie: Christies

Abb. 3 Christus unterweist Nikodemus; Gemälde, Niederlande, Crijn Hendricksz Volmariijn (ca. zwischen 1628-1645), Fotografie: Christies

Die Frage des Nikodemus an Jesus, wie denn ein Mensch neu geboren werden könne, wenn er „alt“ sei (Joh 3,4), könnte zunächst schlicht das Bild eines Erwachsenen im Gegenüber zu einem Kind hervorrufen. Der verwendete griechische Ausdruck γέρων (gérōn) spricht jedoch dafür, dass Nikodemus einen Menschen hohen Alters vor Augen hat. In Kombination mit der Notiz, dass Nikodemus ein „Oberster der Juden“ war (Joh 3,1), ist hieraus verschiedentlich abgeleitet worden, es handele sich bei Nikodemus selbst auch um einen Menschen hohen Alters.

In Joh 21,18 spricht Jesus zu Petrus: „Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst umher, wo Du wolltest. Wenn Du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und hinbringen, wohin du nicht willst.“ Das hier verwendete Wort „alt“ (γηράσῃς / gērásēs) meint ausdrücklich das hohe Lebensalter. In diesem wird Petrus sich nicht mehr selber gürten können, d.h. er wird nicht mehr imstande sein, sein Gewand selbstständig hochzubinden. Seine Aktivität und Vitalität werden, anders als in seiner Vergangenheit als jüngerer Mensch, eingeschränkt und er wird auf Hilfe angewiesen sein.

Wenngleich im Zitat von Joel 3,1 in Apg 2,17 wörtlich die „Ältesten“ (πρεσβύτεροι / presbýteroi) genannt werden, so stehen diese explizit den „Jungen“ (νεανίσκοι / neanískoi) gegenüber, weswegen es naheliegt, dass in diesem durch den auctor ad Theophilum rezipierten Prophetenwort Menschen hohen Alters gemeint sind.

In Apg 21,16 wird eine Person als ein „alter Jünger“ beschrieben. Das verwendete Wort ἀρχαίῳ (archaíō, „alt“) kann an dieser Stelle sowohl das hohe Alter der Person bezeichnen als auch die Ursprünglichkeit seiner Jüngerschaft qualifizieren. Einzelne Bibelübersetzungen übersetzen daher auch mit: „ein Jünger der ersten Stunde“ (z.B. Zürcher Bibel).

3.4. Die Alten in den frühen Gemeinden

3.4.1. Älteste

Weitaus häufiger als über die Alten oder Hochbetagten wird im Neuen Testament über die → „Ältesten“ (πρεσβύτεροι / presbýteroi) gesprochen. Bei dieser Bezeichnung handelt es sich in erster Linie um einen Ehrentitel resp. eine Funktionsbezeichnung für Personen mit einer Leitungsaufgabe in ihrer jeweiligen Gruppierung (Volk, Dorf, Synagoge, Gemeinde). Wenngleich davon ausgegangen werden kann, dass die Ältesten zumeist Männer fortgeschrittenen bzw. mindestens erwachsenen Alters waren, steht die Bezeichnung „Ältester“ nicht zwingend im Zusammenhang mit einem hohen Lebensalter. Unmittelbar herstellen ließe sich ein solcher Konnex nur in Apg 5,21, wo jedoch die „Ältesten“ bzw. der „Ältestenrat“ durch den Begriff der γερουσία (gerousía) bezeichnet werden. In den Evangelien und der Apostelgeschichte begegnen die „Ältesten“ häufig gemeinsam mit den weiteren im Frühjudentum gesellschaftlich und religiös anerkannten Autoritäten der Hohepriester und Schriftgelehrten (u.a. Mk 16,21; Mt 21,23; Mt 26,3.47.57; Mt 27,1ff.12.20.41; Mk 8,31; Mk 11,27; Mk 14,43.53; Mk 15,1; Lk 9,22; Lk 20,1; Lk 22,52.66; Apg 4,5.8.23; Apg 6,12; Apg 22,5; Apg 23,14; Apg 24,1; Apg 25,15).

Der Ausdruck „Älteste“ wurde auch in den frühen Gemeinden zur Bezeichnung von Leitungspersonen und -gremien verwendet (Apg 11,30; Apg 14,23; Apg 15,2ff.6.22f; Apg 16,4; Apg 20,27; Apg 21,18; 1Tim 4,14; 1Tim 5,17ff; Tit1,5; Jak 5,14; 1Petr 5,1; 2Joh 1,1; 3Joh 1,1). Die christusgläubigen Gemeinden übernahmen hierbei vorhandene Ordnungsmodelle aus dem zeitgenössischen Judentum (z.B. der Kommune oder der Synagoge). In den Paulusbriefen findet sich die Bezeichnung „Älteste / r“ noch nicht. Nach Paulus kommt die Aufgabe der Gemeindeleitung primär den Episkopen und Diakonen zu (Phil 1,1). Erst in nachpaulinischer Zeit kommt es zu einer Vermittlung der unterschiedlichen Leitungsstrukturen und deren Funktionsbezeichnungen.

Darüber hinaus werden in der Offenbarung des Johannes 24 Älteste erwähnt, die sich im Thronsaal Gottes aufhalten und denen offensichtlich eine Ehrenstellung zukommt (Apk 4,4.10; Apk 5,5-14; Apk 7,11ff; Apk 11,16; Apk 14,3; Apk 19,4).

3.4.2. Witwen

In 1Tim 5,3-16 geht es um die Rolle von Witwen in der Gemeinde und ihre Versorgung bei Bedürftigkeit. Dort wird nicht nur definiert, dass es sich bei einer versorgungswürdigen Witwe um eine alleinstehende Frau handeln muss, die nur ein einziges Mal verheiratet war und ein frommes Leben führt. Sondern darüber hinaus wird angegeben, dass eine solche Witwe ein Lebensalter von mindestens 60 Jahren vorzuweisen hat (1Tim 5,9).

3.4.3. Alter und Jugend

Gelegentlich wird im Neuen Testament das Verhältnis der unterschiedlichen Generationen innerhalb von Gemeinde (1Tim 5,1f; Tit 2,2f; 1Petr 5) oder Gesellschaft (Lk 1,17) thematisiert. In den Pastoralbriefen begegnet das Thema insbesondere in Kontexten, die formale Parallelen zu den sog. „Haustafeln“ in Eph 5,21-6,9 und Kol 3,18-41 aufweisen. Aufgrund ihres vom sozialen Raum des Hauses abweichenden Fokus sollten diese Texte jedoch eher als „Ständetafel“ oder „Gemeindetafel“ bezeichnet werden. In 1Tim 5,1f wird gefordert, dass die älteren Männer nicht angefahren, sondern wie Väter ermahnt werden sollen. Jüngere Männer sollen dementsprechend wie ein Bruder ermahnt werden. Parallel sollen ältere Frauen ermahnt werden wie Mütter und jüngere Frauen wie Schwestern. Nach Tit 2,1-8 sollen alte Männer, alte Frauen, junge Frauen und junge Männer belehrt werden, einen rechten Lebenswandel zu führen. Von den alten Männern wird gefordert, dass sie nüchtern, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe und im Ausharren sind (Tit 2,2). Von den alten Frauen wird gefordert, dass sie ein Leben in Heiligkeit führen, nicht verleumderisch sind, nicht dem Wein verfallen und als Lehrerinnen des Guten junge Frauen in einer rechten Lebensführung unterrichten (Tit 2,3ff). Schließlich weist 1Petr 5,5 allgemein darauf hin, dass die Jüngeren sich den Älteren unterordnen sollen.

4. Fazit

Aus quantitativer Betrachtung tritt das Alter und Altern – mit Ausnahme von Lk 1-2 – im Neuen Testament nur punktuell in Erscheinung. Nichtsdestoweniger stellt das Alter(n) auch für den Horizont neutestamentlicher Texte und ihrer Autoren eine unausweichliche anthropologische Größe dar. Ein zentraler Aspekt besteht auch in den Altersdiskursen des Neuen Testaments in der Ambivalenz von Hochschätzung des Alters einerseits und Abwertung des Alters andererseits, von positiven Attributen wie Lebens- und Glaubenserfahrung gegenüber negativen wie Hilfs- und Pflegebedürftigkeit. Wenngleich das Thema Alter und Altern neutestamentlich nur selten explizit begegnet, besitzt es dennoch mittelbar Relevanz für das Verständnis, die Bewertung und die Analyse neutestamentlicher Sozialgeschichte, Anthropologie, Ethik, Ekklesiologie, Eschatologie u.W. (Cramer 2021c).

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Index Theologicus

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

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Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Simeon und Hanna im Tempel; Gemälde, Niederlande, Rembrandt van Rjn (1627), Hamburger Kunsthalle
  • Abb. 2 Paulus im Gefängnis; Gemälde, Niederlande, Rembrandt van Rjn (1627), Staatsgalerie Stuttgart
  • Abb. 3 Christus unterweist Nikodemus; Gemälde, Niederlande, Crijn Hendricksz Volmariijn (ca. zwischen 1628-1645), Fotografie: Christies

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