Binse

1. Botanisch

Aus: Wikimedia Commons; © Bernd Haynold, Wikimedia Commons, lizenziert unter Creative Commons-Lizenz, Attribution-Share Alike 3.0 unported; Zugriff 29.12.2019

Abb. 1 Binse.

Binsen wachsen an feuchten Standorten. Ihre Kennzeichen sind grasartige oder röhrenförmig ausgebildete Blätter sowie braune oder grüne Blüten, die in Rispen oder Dolden angeordnet sind. Unter den sechs in Palästina / Israel vorkommenden Arten ist besonders Scirpus lacustris hervorzuheben. Charakteristisch für diese einjährige Binsenart ist ein etwa 1 m langer, grüner Stängel ohne Blätter. Ihre kleinen, knäueligen Blüten sind von grüner Farbe.

2. Bezeichnung

Häufig wird das hebräische אַגְמוֺן ’agmôn mit „Binse“ wiedergegeben.

3. Biblisch

Auf die Binse wird im Alten Testament mehrfach in Bildworten Bezug genommen. So zeigt sich die Unzähmbarkeit des Krokodils daran, dass man es nicht mit einem Binsenseil gebunden wegführen kann (Hi 40,26). As Folge des ständigen Abfalls des Volkes Israel von seinem Gott wird es vom umfassenden göttlichen Strafgericht getroffen, das „Kopf und Schwanz, Stocksprosse und Binse“, also alle sozialen Gruppen angefangen von der Führungsschicht bis hin zum einfachen Volk trifft (Jes 9,13; vgl. Wildberger 1980). In ähnlicher Weise kündigt Jes 19,15 Ägypten für die Zukunft völlige Erfolglosigkeit an, wenn „Kopf und Schwanz, Stocksprosse und Binse“ in ihrem Tun gelähmt sind.

Jes 58,5 vergleicht einen Menschen, der Selbstminderungsriten auf sich nimmt, mit einer Binse, die vertrocknet ihren Kopf hängen lässt.

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Index Theologicus

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

  • Reallexikon der Assyriologie und vorderasiatischen Archäologie, Berlin 1928-2018
  • Der Kleine Pauly, Stuttgart 1964-1975 (Taschenbuchausgabe, München 1979)
  • Lexikon der Ägyptologie, Wiesbaden 1975-1992

2. Weitere Literatur

  • Löw, I., Die Flora der Juden I, Nachdruck Hildesheim 1967, 667f
  • Wildberger, H., Jesaja. 1. Teilband: Kapitel 1-12 (BK X/1), Neukirchen-Vluyn 2. Aufl. 1980, 219
  • Zohary, M. Pflanzen der Bibel. Vollständiges Handbuch, Stuttgart 2. Aufl. 1986, 135

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