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6.6. Dodekapropheton/Die kleinen Propheten

Seit dem Kirchenvater Augustin (De Civitate Dei 18,29) werden die 12 Bücher Hosea bis Maleachi wegen ihres Umfangs als „kleine Propheten“ bezeichnet; eine Aussage über ihre Bedeutung ist damit nicht verbunden. Die Anordnung der einzelnen Bücher variiert zwischen MT und LXX, die griechische Übersetzung stellt sie zudem vor das Jesajabuch. Das Ordnungsprinzip in der Anordnung des hebräischen Kanons ist nicht ganz klar, möglicherweise war eine chronologische Abfolge angestrebt (so der babylonische Talmud). Die Bücher wurden im Altertum als ein Buch von der Größe eines der drei großen Propheten aufgefasst, aus Sir 49,10 stammt der griechische Name δώδεκα προφητῶν, dōdeka prophētōn: 12 Propheten. Daher leitet sich die Bezeichnung „Zwölfprophetenbuch“ ab. Diese Schriftensammlung ist in mehreren Stufen gewachsen, beginnend mit einem Kernbestand von Hosea- und Amostexten. Sukzessive wurden dann die anderen Bücher zugefügt und zugleich die bisher gesammelten Texte kommentiert und erweitert. Mit Jona, Sacharja und Maleachi fand das Buch dann im 4./3. Jh. v. Chr. seine heutige Gestalt.

Kapitel zu den kleinen Propheten:

Digitale Bibelkunde

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Die Texte auf dieser Seite sind mit freundlicher Genehmigung übernommen aus:

Cover der Bibelkunde des Alten Testaments von Martin Rösel

Rösel, Martin: Bibelkunde des Alten Testaments. Die kanonischen und apokryphen Schriften. Mit Lernübersichten von Dirk Schwiderski, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 11., veränd. Aufl. 2021.

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